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Interview mit Claus Arndt

Pressemitteilung vom 30.05.2007

Wir haben Claus Arndt gebeten, ein paar Fragen zu seinem Vortrag "Geburtswehen: www.moers.de wird barrierefrei" zu beantworten – auch wenn die neue Website noch nicht online ist. Welche Hürden am schwierigsten zu überwinden waren, hat er uns schon jetzt im Interview verraten.

Foto von Claus ArndtIm Jahr 1999 hatte Claus Arndt seinen ersten Kontakt zum Thema „Internet“. Federführend betreute er die Einführung eines internetbasierten Veranstaltungskalenders. Aus diesem Vorhaben leitete sich schnell die Notwendigkeit ab, das Internetangebot der Stadt Moers neu zu konzipieren.

Arndt leitet seit 2000 das Internet-Projekt der Stadt Moers und seit 2001 die Abteilung Zentrale Dienste / Internet. Durch diesen Wechsel konnte er den Bereich Internet auf breite Füße stellen und das Thema E-Government konsequenter betreiben.

Welches war die größte Herausforderung bei der barrierefreien Umsetzung von moers.de?

Eigentlich gab es mehrere „größte Herausforderungen“. Am Anfang stand die Überzeugungsarbeit bei mir selbst, die ihren Ausgang in der Aneignung völlig neuer Inhalte nahm und in einer großen Selbstdisziplinierung endete. Nur so konnte ich mich auf den unerlässlichen Weg begeben, alle anderen, die an www.moers.de mitwirken, mit ins Boot zu holen. Dieser zweiten Herausforderung folgte dann die dritte: Prüfung und Überarbeitung der redaktionellen Inhalte.

Wie haben Sie Konzeption, Technik, Inhalte und Ziele aufeinander abgestimmt?

Einzig der Ausgangspunkt war fix: das neue Redaktionssystem des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN). Alles Weitere war ein fließender Prozess. Dieser war bestimmt von einer engen Zusammenarbeit zwischen dem KRZN, der für Layout und Programmierung verantwortlichen Agentur und uns. Dabei konnten alle Beteiligten noch einiges Lernen. Der wichtigste Bestandteil des Konzeptes war Flexibilität.

Wo sehen Sie grundlegende Unterschiede zwischen herkömmlichen und barrierefreien Websites?

Abseits aller gesetzlich geforderten Aspekte der Zugänglichkeit lässt sich der Unterschied mit einem Wort zusammenfassen: Disziplin. In der Vergangenheit haben wir uns bei der Gestaltung und den Inhalten der Website viele Freiheiten genommen, um auf die Anforderungen aus dem Hause und der Bürgerschaft zu reagieren. Jetzt wird jede Idee einer kritischen Prüfung unterzogen und in ein deutlich strengeres Gesamtsystem eingepasst.

Welche zukünftigen Entwicklungen – speziell unter dem Aspekt Barrierefreiheit – stehen auf Ihrer To-Do-Liste?

Gerne würde ich mich intensiver mit Zusatzangeboten befassen, die die Möglichkeiten des Mediums mit den Anforderungen an Barrierefreiheit verbinden. Dazu zählen zum Beispiel Vertonungen von Sitzungsunterlagen städtischer Gremien oder Videos in Gebärdensprache. In erster Linie wird es in den nächsten Monaten jedoch darum gehen, viele interne Prozesse an dem Thema Barrierefreiheit auszurichten. Mit Blick auf den „sauberen“ Einsatz von PDF wird es zum Beispiel darum gehen, die Beschäftigten zu einem bewussteren Einsatz von MS Office anzuleiten. Dies ist mit Sicherheit die vierte „größte“ Herausforderung

Details zum Vortrag
Geburtswehen: www.moers.de wird barrierefrei
16.50 - 17.35 Uhr

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